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Der Soldat
Hitler bat König Ludwig den Dritten von Bayern, in
ein bayerisches Regiment eintreten zu dürfen; sein Gesuch wurde genehmigt.
Nach neun Monaten Ausbildung und nach dem Eid auf zwei Majestäten,
Wittelsbach und Habsburg, denn er war ja immer noch Österreicher, wurde er
im Oktober 1914 mit seinem Infanterie-Regiment Nr.16 (List) nach Flandern
transportiert. Der Krieg dort wurde immer mehr vom Bewegungs- zum Stellungs- und
Zermürbungskrieg. Hitler wurde im November Gefreiter und erhielt einen
Monat darauf das Eiserne Kreuz zweiter Klasse. Er schrieb in dieser Zeit
folgende Briefe:
3.Dezember 1914: 4 Tage lagen wir im schweren
Kampfe und mit Stolz darf ich sagen, unser Regiment hat sich heldenhaft
geschlagen schon am ersten Tag abends hatten wir fast alle Offiziere verloren...
Am vierten Tage waren von 3600 Mann so stark war unser Regime noch 611 Mann
übrig. Aber die Engländer hatten wir geschlagen.
26.Januar 1915: Tag für Tag seit zwei
Monaten zittert hier die Luft und Erde unter dem Heulen und Krachen der
Granaten, dem Platzen der Schrapfnelle( Art Kanone). Früh beginnt das
Höllenkonzert um 9 Uhr und endet um 1 Uhr Mittag um dan zwischen 3 Uhr und
5 Uhr Nachmittag den Höhepunkt zu erreichen. 5 Uhr ist Schluß.
Schaurig ist es wenn dann in der nacht auf der ganzen Front oft der Kanonen
Donner zu rollen anfängt....Aber aus dem Ort bringt uns kein Tod und Teufel
mehr hinaus.
5.Februar 1915: ...nun geht es bei uns zum
Sturm. Wir kommen blitzschnell über die Felder vor, und nach stellenweise
blutigem Zweikampf werfen wir die Burschen aus einem Graben nach dem anderen
heraus. Viele heben die Hände hoch. Was sich nicht ergibt wird
niedergemacht. Graben um Graben räumen wir so... Links liegen einige
Gehöfte die sind jetzt noch besetzt und wir bekommen furchtbares Feuer.
Einer nach dem Anderen bricht von uns zusammen... Nun ist noch ein Offizier
übrig... In uns kocht die Wut. „Herr Leutnant führen sie uns zum
Sturm“ schreit alles. Also dann vorwärts durch den Wald links hinein.
Auf der Straße kommen wir nicht vor. 4mal dringen wir vor und müssen
wieder zurück, von meinem ganzen Haufen bleibt nur mehr einer übrig
außer mir, endlich fällt auch der. Mir reißt ein Schuß
den ganzen Rockärmel herunter aber wie durch ein Wunder bleibe ich gesund
und heil... 3 Tage kämpften wir so bis endlich am 3ten die Engländer
geworfen wurden.... Ich bin jetzt beim Stab als Gefechtsmeldegänger. In
Bezug auf Schmutz ist es da etwas besser, dafür aber auch
gefährlicher. (Schreibfehler sind Original)
In Gefechtspausen vertreibt sich Hitler die Zeit mit
Malen, Zeichnen, Lesen und Gedichte schreiben.
Im Jahr 1918 bekam Hitler erst das Regimentsdiplom
für hervorragende Tapferkeit, danach das Eiserne Kreuz erster Klasse.
Freiherr von Godin: „Als Meldegänger leistete er sowohl im
Stellungskrieg, als auch im Bewegungskrieg Vorbildliches an Kaltblütigkeit
und Schneid und war stets freiwillig bereit, Meldungen in schwierigsten lagen
unter größter Lebensgefahr durchzubringen. Ich halte Hitler
würdig zur Auszeichnung mit dem EK 1.“ Über den Gefreiten
kam Hitler nie hinaus.
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