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Auch die Hakenkreuzfahne war zum großen Teil
Hitlers Schöpfung. Die Farben Rot und Weiß, zusammen mit dem
Hakenkreuz deutet er so: „Nicht nur, dass durch die einzigen, von uns
allen heißgeliebten Farben, die einst dem deutschen Volk so viel Ehre
errungen hatten, unsere Ehrfurcht vor der Vergangenheit bezeugt wird, sie (die
Symbolik) war auch die beste Verkörperung des Wollens der Bewegung. Als
nationale Sozialisten sehen wir in unserer Flagge unser Programm. Im Rot sehen
wir den sozialen Gedanken der Bewegung, im Weiß den nationalistischen, im
Hakenkreuz die Mission des Kampfes für den Sieg der arischen
Menschen...“
Am 8. November „überfiel“ Hitler mit
mehreren Bewaffneten eine Versammlung zum fünften Jahrestag der Revolution
von 1918. Hitler schrie: „Die nationale Revolution ist ausgebrochen.
Die bayerische Regierung ist abgesetzt, eine provisorische Reichsregierung wird
gebildet.“ Hitler „einigte“ sich mit dem Triumvirat, dass
er die Reichsregierung darstellen, und General von Ludendorff die nationale
Armee führen sollte. Diese „Einigung“ aber wurde von der
Regierung als ungültig erklärt, weil sie erzwungen worden war. Die
Regierung blieb, wie sie war. Hitler und die anderen Nationalsozialisten wollten
dann jedoch die Regierung mit einer Demonstration doch noch kippen, die
allerdings ein gewaltsames Ende in einer Schießerei mit siebzehn Toten
endete. Die NSDAP wurde daraufhin verboten.
Hitler wurde dann verhaftet und wartete in der Festung
Landsberg auf seinen Prozeß wegen Hochverrats. Beim Verfahren im Februar
und März 1924 vor dem Volksgericht in München genossen die Angeklagten
sehr viel Schonung, und konnten sich vor Gericht sehr viel erlauben. So wurde
Hitler nur zu fünf Jahren Festungshaft verurteilt, Ludendorff wurde sogar
freigesprochen. Hitler beschloß, da es in der NSDAP chaotisch zuging, sein
Führeramt bis zu seiner Entlassung niederzulegen. Der zweite Grund, warum
er keine Zeit für die „Fernführung“ der NSDAP hatte war,
dass er in dieser Zeit mit seinem Buch „Mein Kampf“ begonnen hatte.
Sein Buch fordert erneut sehr oft den Kampf gegen die Juden, da überzeugt
war, der Menschheit und auch Gott damit einen großen Dienst zu tun. Zitat:
„...Dann kann der Jude in jeder Form seinen Einzug halten, und dieser
Meister der internationalen Giftmischerei und Rassenverderbnis wird dann nicht
eher ruhen, als bis er ein solches Volk restlos entwurzelt und damit verdorben
hat. Das Ende ist dann der Verlust eines bestimmten einheitlichen Rassenwertes
und damit der endgültige Verfall.“ Schon in „Mein
Kampf“ stellte er immer den blutreinen Arier gegen den blutsaugenden
Juden; in seinen Reden geschah das gleiche: „Das jüdische Volk
kann mangels eigener produktive Fähigkeiten einen Staatsbau räumlich
empfundener Art nicht durchführen, sondern braucht als Unterlage seiner
eigenen Existenz die Arbeit und schöpferischen Tätigkeiten anderer
Nationen. Die Existenz der Juden selbst wird damit zu einer parasitären
innerhalb des Lebens anderer
Völker.“
Weil Hitler eine Möglichkeit zur vorzeitigen
Entlassung gegeben wurde, zeigte er sich von seiner besten Seite, und wurde dann
tatsächlich schon nach neun Monaten auf Bewährung aus der Haft
entlassen. Der Gefängnisdirektor Leybold: „Hitler zeigt sich als
ein Mann der Ordnung und der Disziplin...Er ist genügsam, bescheiden und
gefällig. Macht keinerlei Ansprüche, ist ruhig und verständig,
ernst und ohne jede Ausfälligkeit, peinlich bemüht, sich den
Einschränkungen des Strafvollzugs zu fügen. Er raucht nicht, trinkt
nicht und ist sehr kameradschaftlich.“ Kurz darauf, am 27.Februar 1925
wurde die NSDAP wieder erlaubt und neu gegründet. Die Partei war aber sehr
zusammengeschmolzen und erreichte bei der Reichstagswahl nur vierzehn Sitze. Am
9.März erhielt Hitler in sechs Gliedstaaten absolutes Redeverbot, weil
seine hetzerischen Reden nicht mehr geduldet wurden. Hitler war also seiner
wichtigsten Waffe beraubt. Am 30.April wurde er aus der österreichischen
Staatsbürgerschaft entlassen. Er war also nur noch Deutscher.
Bei erneuten Reichstagswahlen erhielt die NSDAP nur noch
zwölf Sitze. Doch Ende 1929 begann mit dem New Yorker Börsenkrach die
Weltwirtschaftskrise. Die NSDAP bekam sehr viele Stimmen von Unzufriedenen,
Verzweifelten und Protestwählern, und so kamen sie bei der Reichstagswahl
am 14.September 1930 zu 18.3 % der Stimmen, was 107 Sitze im Reichstag
bedeutete.
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